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Hans-Peter Brenner
Marxistische Persönlichkeitstheorie und
die „bio-psychosoziale Einheit Mensch“
Studie zur Entwicklung des Menschenbildes  in der DDR
Vorwort Hans Heinz Holz
449 S., 11 Abb.,  geb.,
EUR 29,90  ISBN 3-89144-334-X

Die Versuche der verschiedensten Human-, Natur- und Geisteswissenschaften mit den unterschiedlichsten Persönlichkeitstheorien und Anthropologien eine Antwort auf die berühmte Kantsche Frage „Was ist der Mensch?“ zu erhalten, sind ebenso zahlreich wie widersprüchlich.
In den letzten Jahren wurde mit dem Konzept der „bio-psychosozialen Einheit Mensch“ ein theoretischer Ansatz entwickelt, der beansprucht, zu einem neuen Verständnis von der Ganzheitlichkeit des Menschen zu gelangen. In der psychosomatischen Medizin, der klinischen Psychologie, der Verhaltensmedizin, der Gesundheitspsychologie und in Diagnose und Therapie unterschiedlicher psychischer und psychosomatischer Erkrankungen hat dieses Konzept mittlerweile Fuß gefasst.
Die hier vorgelegte Studie arbeitet die Entstehung dieses Ansatzes heraus. Sie konzentriert sich dabei besonders auf den wissenschaftstheoretisch verblüffenden Umstand, dass in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts nahezu zeitgleich sowohl in der damaligen BRD wie in der DDR an diesem Konzept gearbeitet wurde.
Wie war (und ist) der Gedanke der „bio-psychosozialen Einheit“ zu vereinbaren gewesen mit dem paradigmatischen Anspruch der marxistischen Persönlichkeitstheorie, die das menschliche Wesen doch als „Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse“ (Karl Marx) interpretierte?
Welche wissenschaftlichen Traditionslinien, die sich auf das Marxsche Erbe beriefen, erwiesen sich dabei als Irrwege und Sackgassen? Wie wirkten sich die Entwicklungen in der sowjetischen Psychologie auf diesen Entwicklungsprozess aus? Welchen Beitrag lieferte die marxistisch orientierte Psychologie und Philosophie der „alten“ Bundesrepublik?
Diese Studie eines „westlichen“ Marxisten, Psychologen und Psychotherapeuten plädiert für einen unvoreingenommenen Umgang mit dem wissenschaftlichen Erbe der DDR, das auch dem besseren Verständnis der eigenen Wissenschaft und Praxis dient.

Der Autor:
Dr. phil. Hans-Peter Brenner, geb. 1947. Diplompsychologe und Psychologischer Psychotherapeut; im Erstberuf Volks- und Realschullehrer, langjährige Tätigkeit als Legasthenietherapeut. Zahlreiche Funktionen in der marxistischen Studenten- und Arbeiterbewegung. Engagiert in der ärztlichen und psychotherapeutischen Interessensvertretung und Selbstverwaltung. Publikationen zur marxistischen Persönlichkeits- und Klassentheorie und Gesundheitspolitik.

Stimmen zum Buch:
„... eine Arbeit zur Geschichte der Persönlichkeitstheorie mit hohem philosophischen und psychologischen Sachverstand geschrieben, die ihresgleichen sucht. Die Arbeit sichert einen breiten Fundus für weitere Forschungen.“
Prof. W. Jantzen (Universität Bremen)

„... sorgfältige Entfaltung der für die praktische Psychologie belangvollen theoretischen Positionen eines Forschungsansatzes, aus dem wichtige Elemente für das Selbstverständnis des Psychologen und Sozialpraktikers gewonnen werden können.“
Prof. H. H. Holz (Universität Groningen)

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